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Freundeskreis Flüchtlingssolidarität zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2026


Vor 75 Jahren, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, waren sich die Völker der Erde einig: Menschen, die zur Flucht gezwungen sind, haben das Recht, Sicherheit und Schutz zu suchen – und zu erhalten.
Dieses Recht war nie für einige wenige gedacht. Es gilt für alle Menschen der Welt.
Wenn Menschen aufgrund imperialistischer Kriege, Umweltkatastrophen, Diktaturen, Folter oder Mord ihre Heimat verlassen müssen, um ein menschenwürdiges Leben führen zu können, brauchen sie unsere Solidarität und Unterstützung.
Lasst uns an diesem Weltflüchtlingstag das Versprechen, das die Menschheit nach dem bestialischen Zweiten Weltkrieg gegeben hat, wieder lebendig machen.
Kämpfen wir in diesem Jahr gemeinsam dafür, dass jeder Geflüchtete ein neues, sicheres Leben beginnen kann. Leisten wir lebensrettende Hilfe!
In Palästina, Libanon, Iran, Ukraine, Afghanistan, Sudan und vielen weiteren Ländern verlieren Hunderttausende Menschen ihr Leben. Sie werden für die Interessen der Imperialisten geopfert, die die Welt neu unter sich aufteilen wollen.
Zu Recht fürchten Menschen weltweit, dass die Machtgier der Herrschenden einen dritten atomaren Weltkrieg auslösen könnte. Das dürfen wir niemals zulassen. Jeder 69. Mensch auf der Erde ist derzeit zwangsweise vertrieben. 40 Prozent der Flüchtlinge der Welt sind Kinder, viele von ihnen sind jahrelang nicht zur Schule gegangen. Flüchtlinge tragen erheblich zu Gastländer-Volkswirtschaften bei – Studien zeigen, dass Flüchtlings-Unternehmer in Ländern wie Uganda und Deutschland Arbeitsplätze schaffen und lokale Märkte stimulieren.
Die Rohingya-Flüchtlingskrise in Bangladesch hat das weltweit größte einzelne Flüchtlingslager hervorgebracht, mit über 900.000 Menschen, die in Cox’s Bazar leben.
Die globale Klimakatastrophe wird laut Weltbank schätzungsweise bis 2050 weitere 216 Millionen Menschen innerhalb ihrer eigenen Länder vertreiben.
In Palästina wird ein ganzes Volk durch die faschistische israelische Armee – unterstützt von der deutschen und der US-Regierung – ermordet. 10 Millionen Menschen sind aus Afghanistan geflohen, 14 Millionen aus Syrien und über 8 Millionen aus der Ukraine.
Die Jagd auf Flüchtlinge in der Ägäis hat durch Pushbacks der griechischen Regierung und der EU-Agentur Frontex Tausende in den Tod getrieben. Diese Praxis findet bis heute systematisch statt.
Das Mittelmeer und die Ägäis sind zu einem „nassen Friedhof“ geworden – mit über 30.000 Toten.
Pylos mit über 600 Toten und Chios mit 16 Toten stehen exemplarisch für die Verbrechen dieser EU-Politik.
Der neue EU-Migrationspakt ist ein tödlicher Angriff auf Flüchtlinge. Das Asylrecht wurde faktisch abgeschafft, die Genfer Flüchtlingskonvention praktisch außer Kraft gesetzt. Die EU-Regierungen glauben, mit ihrer Politik könnten sie die Flucht der Menschen stoppen – obwohl sie diese selbst mitverursachen.
Wir dürfen nicht zulassen, dass faschistische Politiker wie der US-Präsident Trump oder der indische Präsident Modi darüber beraten, wie sie Flüchtlinge aus Bangladesch und Mexiko mit brutalen Mitteln durch Einsatz von Krokodilen aufhalten können. Zunehmend kämpfen Flüchtlinge mit Einheimischen gemeinsam gegen die Politik. Die Solidaritätsbewegung in den USA gegen die Angriffe der Gestapo-ähnlichen ICE-Beamten sind uns ein Vorbild. Allein in Minnesota gingen Ende März über 100.000 Menschen auf die Straße. In Serres (Griechenland) kämpfen die Flüchtlinge gegen die menschenfeindlichen Lebensbedingungen in den Lagern. In Deutschland gibt es eine immer größer werdende Solidarität gegen die Abschiebungspolitik.
Wir haben kein Vertrauen in ein menschenfeindliches System, das Krisen und Kriegslasten auf die Bevölkerung abwälzt.
Setzen wir uns für eine fortschrittliche Flüchtlingspolitik ein!
Für uns gibt es keine Menschen erster, zweiter oder dritter Klasse.
Unterstützt und beteiligt euch an den Aktivitäten in vielen Städten, die vom Freundeskreis Flüchtlingssolidarität und anderen fortschrittlichen Organisationen zum Weltflüchtlingstag organisiert werden!
Wir müssen gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft kämpfen, in der Ausbeutung und Unterdrückung keinen Platz haben:
• Für eine fortschrittliche Flüchtlingspolitik!
• Für das Recht auf Flucht auf antifaschistischer Grundlage!
• Für das Recht auf Arbeit!
• Organisiert euch im Freundeskreis Flüchtlingssolidarität!

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