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9.8.2021Alassa Mfouapon soll erneut abgeschoben werden!

Alassa beim Prozess in Ellwangen

Alassa Mfouapon nach dem Prozess in Ellwangen am 21. Juni 2020

9.8.2021: Aktuelle Pressemitteilung:

Als „offensichtlich unbegründet“ wurde Alassa Mfouapons Asylantrag abgeschmettert, und ihm eine Woche Zeit eingeräumt, das Land zu verlassen, anderenfalls werde er nach Kamerun abgeschoben. In das Land, das er mit seiner Familie verlassen musste, weil ihnen dort als religiös gemischtem Ehepaar nach dem Leben getrachtet worden war. 

Dass Alassa Mfouapon sich inzwischen zu einem Aktivisten für Menschrechte entwickelt hat, dass er zu einem von vielen Flüchtlingen anerkannten Sprecher der von ihm mitgegründeten Organisation der Flüchtlingssolidarität geworden ist, macht ihn nun zur besonderen Zielscheibe der reaktionären und aggressiven Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Er trotzte der Schmutzkampagne von Bild-Zeitung und AfD, solidarisch unterstützt von vielen Flüchtlingen und anderen solidarischen Menschen. Er klagte gegen das Land Baden-Württemberg und erreichte eine höchstrichterliche Verurteilung des brutalen Polizeiübergriffs auf Flüchtlinge in der LEA Ellwangen im Mai 2018. Er hat eine Ausbildung begonnen, zahlt Steuern, spricht neben vielen anderen Sprachen jetzt auch deutsch – all das zeigt, dass er ein gut integrierter Bürger dieses Landes geworden ist mit einem ausgeprägt demokratischen Bewusstsein und hoher sozialer Verantwortung. Aber offenbar auch eine Gefahr für die Obrigkeit angesichts der weiteren Verschärfung der Flüchtlings-Abschiebe-Politik, die sich erdreistet, Bürgerkriegs-Länder wie Afghanistan als „sichere Herkunftsländer“ zu bezeichnen und mit dieser Lüge Menschen in den Tod abschiebt! Ist mit „Integration“ also schlicht Dückmäusertum gemeint? Wird darunter verstanden, auf die Wahrnehmung verbriefter demokratischer und Menschenrechte zu verzichten? Muss man seine Würde verkaufen, um in diesem Land leben und arbeiten zu dürfen? 

Alassa Mfouapon steht nicht allein, er wird solidarische Unterstützung bekommen!

Hier die englische Übersetzung:

Refugee activist Alassa Mfouapon in danger of being deported again!

Alassa Mfouapon’s asylum application was rejected as „obviously unfounded“ and he was given one week to leave the country, otherwise he would be deported to Cameroon. This is the country he had to leave with his family because their lives were threatened as a religiously mixed couple.

The fact that Alassa Mfouapon has since become an activist for human rights, that he has become the spokesperson for the Refugee Solidarity organisation he co-founded, which is recognised by many refugees, now makes him a special target of the reactionary and aggressive refugee policy of the German government. He defied the smear campaign of Bild-Zeitung and AfD, supported in solidarity by many refugees and other people in solidarity. He filed a lawsuit against the state of Baden-Württemberg and achieved a high court condemnation of the brutal police assault on refugees in the LEA Ellwangen in May 2018. He has started an education, pays taxes, now speaks German as well as many other languages – all this shows that he has become a well-integrated citizen of this country with a pronounced democratic consciousness and high social responsibility. But obviously also a danger for the authorities in view of the further tightening of the refugee deportation policy, which dares to call civil war countries like Afghanistan „safe countries of origin“ and uses this lie to deport people to their death! Does „integration“ simply mean shirking one’s duties? Is it understood to mean renouncing the exercise of guaranteed democratic and human rights? Do you have to sell your dignity to be allowed to live and work in this country?

Alassa Mfouapon is not alone, he will receive solidarity support! Please send letters of solidarity to freundeskreisfluechtlingssolidaritaet@gmx.de