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Menschenrechte für Flüchtlinge! Kundgebung in Sigmaringen am 10. Juli 2021

Bild: Bernhard Schmidt (links) vom Freundeskreis Flüchtlingshilfe und Flüchtling Okoroe Faith Chigozie (rechts) erheben ihre Stimmen für mehr Menschenrechte. (Foto: Peggy Meyer)

Aus www.schwaebische.de
Eine Handvoll Flüchtlinge und etwas mehr Mitglieder des Freundeskreises Flüchtlingssolidarität haben am Samstagvormittag auf dem Leopoldsplatz auf die Lage der Flüchtlinge in den Landeserstaufnahmestellen (LEA) aufmerksam machen wollen. Dabei verliehen sie einer Forderung besonders Nachdruck: Die Gewährung grundsätzlicher Menschenrechte auch für Flüchtlinge, um ein anerkannter Teil der Gesellschaft zu werden.

Die Initiative der Veranstaltung kam von den Flüchtlingen selbst, unter anderem in Verbindung mit der LEA Ellwangen. Unterstützung erhielten sie vom Freundeskreis Flüchtlingssolidarität, einem noch recht jungen Verein. Dessen Mitglied Bernhard Schmidt fasst zusammen: „Die Flüchtlinge möchten angenommen werden wie jeder andere auch, sie wollen arbeiten, sich einbringen und frei bewegen können, einfach normal leben.“ Viele haben ihre Heimat nicht freiwillig verlassen, sondern wegen Hunger, Krieg oder Naturkatastrophen fliehen müssen.

Auf einem Plakat steht: Wir sind Flüchtlinge, keine Kriminellen! Auf anderen Plakaten stehen Forderungen wie Ausbildung, Deutschkurse, Freiheit, raus aus der LEA, Arbeit und Taschengeld. Schmidt sagt, dass es hierbei Unterschiede unter den Flüchtlingen gibt, was die Angebote von Arbeit, Kursen oder die Höhe des Taschengeldes betrifft – je nach Bleibeperspektive. Das führe auch zur Spaltung innerhalb der Flüchtlinge. „Fighting for human rights“ – kämpfen für Menschenrechte – diese Worte wiederholt Okorie Faith Chigozie immer wieder. Der 29-jährige Nigerianer kam vor vier Jahren nach Deutschland, mittlerweile lebt er in einer Flüchtlingsunterkunft in Salem. Sein Deutsch ist brüchig, Schule und Arbeit blieben ihm bisher verwehrt. „Ich möchte Deutsch lernen und arbeiten“, sagt er. Dieser Wunsch könnte sich zumindest für ihn bald erfüllen: Vor zwei Tagen erhielt er Post von der Behörde.

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